29. Juli 2016

WAVES AHEAD

Time for a timeout

By In Travel

Endlich, die langersehnten Sommerferien mit meinen zwei Liebsten stehen vor der Tür. Heute Abend geht es los, zwei Wochen nur für uns. Sommer, Sonne und Wellen satt. Vor einigen Jahren habe ich mit dem Surfen begonnen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit, wenn man es endlich geschafft hat und die erste „Welle“ einen vor sich her schiebt. Dieses Kribbeln habe ich in den letzten Monaten ungemein vermisst. 

Südwest-Frankreich, seit Jahren unsere liebste Sommerferiendestination. Les Landes, wie die Franzosen dieses Departement von Aquitanien nennen, ist zwar eine touristische Region und die Campingplätze sind im Juli und August ordentlich voll, allerdings findet sich immer ein nettes Plätzchen am Strand.

Salz in der Luft und Wind in den Haaren

Ich liebe die salzige Meeresluft, den Wind in meinen Haaren und ganz besonders, das Einschlafen und Aufwachen mit dem Meeresrauschen. Stundenlang könnte ich im Sand sitzen und zusehen wie die Wellen brechen. Zu lernen, sie zu lesen war schwer.

Mittlerweile habe ich das Prinzip verstanden, kann den Gezeitenkalender interpretieren und bin sofort zur Stelle wenn off-shore ist. Bin ich einmal auf dem Wasser gibt es kein Halten mehr! Besonders, seit ich weiss, wie ich ohne grosse Kraftaufwände an den rauhen atlantischen Wellen vorbei komme. Dazu aber mal mehr, nach meinem Urlaub!

Das Gefühl, das mich ergriffen hat, als ich meine erste richtige Welle erwischt habe war unbeschreiblich. Ich war so stolz, vergessen war die ganze Paddelei im Vorfeld, die vielen Wasserplatscher und das ständige Verheddern in der Leash, ich war einfach nur frei und glücklich. Ganz besonders freue ich mich auf die frühen Morgenstunden! Diese Momente, die mein Mann und ich uns stibitzen, während unser Mädel noch friedlich schlummert. Wer ist zuerst am Strand, wer kann schneller paddeln und wer schnappt sich die Welle? Allzuoft verliere ich gegen meinen Liebsten und wenn nicht, hat er mich bestimmt einfach vorgelassen – allerliebst wie er ist!

Sand unter den Füssen und steile Dünen

Was ich immer mache, wenn ich irgendwo am Meer bin, sind Lauf-ABC’s im Sand und Dünensprints. Es ist ein tolles Gefühl, barfuss zu rennen. Ich spüre meinen Körper viel besser als in den Schuhen auch wenn das sandige Lauf-ABC viel anstrengender ist, als die Laufschule auf Schotterstrassen oder Tartan-Bahnen. Apropos anstrengend, bei keinem Hügellauf hier zu Hause komme ich so ausser Atem, wie bei den Dünensprints. Die teilweise ziemlich steilen Sanderhebungen haben es echt in sich. Ständig rutscht der Sand unter den Füssen einfach weg und man muss sich doppelt anstrengen. Trotzdem, es macht einen Heidenspass.

Ferien hin, Ferien her, meine Trainings lieb ich doch zu sehr

Auch wenn Ferien sind, werde ich meine Vorbereitungen zu meiner ersten Halbdistanz nicht schleifen lassen. Die Landes eigenen sich hervorragend für lange Laufeinheiten in den Pinienwäldern. Sie spenden den nötigen Schatten vor der gnadenlosen Augustsonne.

Und was könnte es schöneres geben als im offenen Meer zu schwimmen? Die Nageurs-Sauveteurs sehen es zwar nicht so gerne, wenn man sich ausserhalb des Badebereichs zum Schwimmen aufhält, drücken aber manchmal ein Auge zu, wenn man trotzdem in der Nähe bleibt und haben einen trotzdem im sicheren Blick.

Auf die Radausfahrten werde ich jedoch verzichten. Zum einen passt das Rad nun wirklich nirgends mehr rein, zum anderen macht der Sand auf den Radwegen den Rädern, der Kette und der Schaltung ordentlich zu schaffen. Lucky me oder vielleicht auch nicht, unser Campingplatz hat ein eigenes Fitness-Studio. Ich werde meine „Runden“ also auf einem Spinningrad abstrampeln. Wenn mir das zu bunt wird, kann ich mir immer noch ein Leihrad besorgen und ein Ründchen drehen.

Wenn Triathlonmädchen auf Reisen gehen

Hat das Internet eigentlich still und leise zu sein und doch werde ich es wohl nicht lassen können, hin und wieder auf meinem Blog vorbei zu schauen, meine Social Media Profile zu pflegen und mit euch in Verbindung zu bleiben. Immer nur ganz kurz – dann, wenn die anderen noch schlafen!

Bis dahin, haltet die Ohren steif und vielleicht mögt ihr mir in der Zwischenzeit von euren Sommerferien berichten? Ich würde mich sehr freuen, von euch zu lesen! Ausserdem bin ich neugierig, was ihr so macht wenn ihr Urlaub habt!

 

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