17. November 2017

TELLING STORIES

Eine Runde mit Sula rennt

By In Sport

*Das Titelbild wurde mir von 20 Minuten zur Verfügung gestellt.

Wer morgens in den grösseren Schweizer Städten unterwegs ist, kommt an den Gratismagazinen von 20 Minuten nicht vorbei. Früher habe ich mich im Bus oder der Tram damit auf den aktuellen Stand gebracht. Heute gönne ich mir täglich vor dem Weg zur Arbeit einen Online-Informations-Quicki mit dem Magazin. Dabei darf der Fitnessteil nach den üblichen Nachrichten nicht fehlen. Ganz besonders gerne lese ich die Artikel von „Sula rennt“. Sula ist Fitnessjournalistin und deshalb ständig daran, die neusten Fitnesstrends aufzuspüren und, natürlich auch auszuprobieren. Als Ehefrau und Mutter schafft sie gekonnt den Spagat zwischen beruflicher- und sportlicher Herausforderung. Ich freue mich, dass ich mit Sula etwas über ihre neuste Lieblingsbeschäftigung, das Laufen plaudern konnte. 

Sulamith Ehrensperger ist ein gutgelauntes Energiebündel. Die Bewegung, ganz besonders der Tanz begleiten Sula schon ihr ganzes Leben lang. Zusätzlich hält sie sich mit Pilates, Yoga und neuerdings Laufen fit. Mit dem Selbstexperiment „Sula rennt“ hat die Fitnessjournalistin Herrn und Frau Schweizer bewiesen, dass es möglich ist, mit nur 3 Monaten Training einen Halbmarathon zu laufen. Als Fitnessjournalistin erlebe ich immer wieder motivierte Hobbysportler, die frustriert mit Rennen aufhören. Schon nach dem ersten Run hatten sie offene Füsse oder andere Wehwehchen bis hin zu Überlastungsverletzungen. Ich dachte, das kann doch nicht sein, dass jeden Frühling über 150 000 Menschen mit Joggen anfangen und ganz viele ihre Laufschuhe kurze Zeit später wieder an den Nagel hängen. Oder, sie rennen jahrelang und kommen ihrem Ziel keinen Schritt näher. Ich wollte an mir selbst, als absolute Running-Anfängerin, zeigen, auf was es ankommt. Es sind keine Riesenschritte, es braucht Geduld und die richtigen Tipps.

Von der Tanz- und Fitnesssportlerin zur Läuferin – als Triathletin und Multisportbegeisterte sehe ich vor meinem inneren Auge schon, wie alle Trainings miteinander verschmelzen und harmonieren. Genau so geht es Sula auch. Die Liebe zum Tanz ist so gross, dass das eine nicht ohne das andere geht. Ganz abgesehen davon, auch Läufer sollten nicht immer nur laufen. Aber das wisst ihr ja. Laufen befreit unglaublich und hat auch viele Parallelen zum Tanzen. Bei beiden kommst du in einen Flow, bist konzentriert und schwebst in der Bewegung. Was mich beim Laufen am meisten fasziniert, ist draussen zu sein, Wind und Wetter auf der Haut zu spüren. Ich bin vor kurzem Mutter geworden. Zeit für meine Runs fand ich erst am späteren Abend. Wer läuft, ist unabhängig von Tages- und Nachtzeiten, Studios, Geräten, Lehrern oder auch von Orten. Der Laufsport schenkt mir eine Freiheit, die ich bis anhin nicht kannte.

Genau wie ich, hat Sula erst später in ihrer Sportkarriere erkannt, wie grossartig der Laufsport sein kann und welchen Nutzen man aus ihm ziehen kann. Für mich ist das Laufen nicht nur Sport. Beim Laufen bietet sich mir immer auch die Gelegenheit loszulassen, abzuschalten, neue Energie zu sammeln und meinem kreativen Wesen freien Lauf zu lassen. Und ich glaube, Sula inzwischen so gut zu kennen, dass ich sagen darf, ihr geht es gleich.  Ich habe mich ins Laufen verliebt. Und ja, auch jetzt, wenn es kühler und schneller dunkel ist, renne ich abends um 22 Uhr.

Manchmal Frage ich mich, was Frauen wie Sula und mich antreibt uns nebst der Familie, die wir über alles Lieben und den Jobs, die wir mit Leidenschaft und Pflichtbewusstsein erfüllen zu solchen sportlichen Leistungen antreibt. Von mir aus gesehen sind es ganz klar nicht die Medaillenjagten. Es sind die Momente ganz für uns, die kleinen und grossen Erfolgserlebnisse ein gewisses Ziel erreicht zu haben und sicher auch, die Menschen in unserem Umfeld zu motivieren, sportlich aktiv zu werden. Wenn ich in die Bäckerei gehe, sprechen mich die Verkäuferinnen auf Sula rennt an. Wenn ich die Kinderärztin anrufe, fragt mich die Arztgehilfin, wie sie am besten mit Rennen einsteigen soll. Mein persönliches Ziel ist, dass ich noch mehr Freude am Laufen gewinne. Und natürlich schneller zu werden. Ich habe mir vorgenommen, nur zu trainieren, wenn ich Lust dazu habe.

Trainieren, wie die Lust dazu da ist – ich finde das ist eine grossartige Einstellung. Auch im Hinblick auf die Verpflichtungen, die Sula sonst in ihrem Leben hat. Ich trainiere,  wenn meine kleine Tochter im Bett ist, also spät abends und dies obwohl ich  eigentlich eher die Morgensportlerin bin. Anfangs war das echt hart – Das Töchterlein ist endlich im Bett, du bist müde von einem anspruchsvollen Tag und vor den Fenstern regnet und gewittert es. Und dennoch immer, sind meine Abendruns unbeschreiblich befreiend, so dass ich beschwingt zurückgekehrt bin und keine Minute bereut habe.

Was mir persönlich ein absoluter Garaus ist, ist für Sula inzwischen selbstverständlich geworden. Sie trainiert wie oben beschrieben spät abends zu einer Zeit zu der ich mich meist schon im Bett befinde. Für mich wäre es eine unglaubliche Herausforderung mich zu motivieren, gerade wenn es draussen nass, kalt und/oder dunkel ist. Ich rufe innerlich ab, wie ich mich beim Rennen fühle. Bewegung schenkt mir Freiheit und Glücksgefühle. Sobald ich auf der Strecke bin, geniesse ich meine Auszeit, ohne Musik und ohne Handy. Ich weiss, dass es manchmal einen Energiekick braucht, um zu trainieren. Aber sobald du vor der Türe stehst, rennst du dem Glück entgegen. Vielleicht ein Tipp: Ich habe die Trainings in meine Agenda eingetragen und die Ausrüstung schon zuvor bereitgelegt.

Dieser Tipp ist Gold wert! So wird man direkt daran erinnert, dass noch ein Training ansteht und es zeigt, wie hoch der Stellenwert des Trainings ist. Laufen oder Sport allgemein ist damit ein wichtiger Bestandteil des Alltags und wird nicht einfach so nebenbei noch schnell gemacht. Nein, auf keinen Fall. Ich bin ein Bewegungsmensch und liebe meine Trainings. Bewegung befreit und schenkt mir die Energie, die ich für meinen hektischen Alltag brauche.

Sula hat es geschafft mit ihrem Projekt auf 20 Minuten zahlreiche Läuferinnen und Läufer in der Schweiz zu motivieren. Sie wollte den Leuten die Berührungsängste nehmen und hat aufgezeigt, dass es nicht viel braucht um loszulaufen und dadurch einen neuen Weg zu sich selbst zu finden. Sula rennt ist definitiv mehr als ein Herzensprojekt – Ich habe mein Herz verloren! Ans Rennen und an die Menschen, die mich bei Sula rennt auf dem Weg ins Ziel begleitet haben.

Ich hoffe nun, ihr habt ganz viel spannendes über die zauberhafte Sula erfahren. Mir ist sie innert kürzester Zeit ans Herz gewachsen und ich freue mich riesig darauf, bald mal mit ihr durch Zürich zu rennen. Und wer weiss, vielleicht magst du uns begleiten? Bleibt dran und du bist mit eine der ersten Personen die erfährt ob und wann es soweit ist.

Als kleines Goodie hier noch ein Extra-Tipp von Sula für alle Laufeinsteiger/innen: Rennen kannst du auch nackt ;-). Wichtig sind gute Schuhe und Socken. Wer schon nach dem ersten Lauf Blasen an den Füssen hat, hört ganz schnell wieder auf. Für mich persönlich ist schicke Funktionskleidung ein zusätzlicher Motivationskick. Auch, wenn eigentlich jedes Kind rennen kann: Es kommt auf die Lauftechnik an! Deshalb lege ich regelmässigen Läuferinnen und Läufer ein Coaching ans Herz. Mit der richtigen Technik läuft sich viel leichter!

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