11. Mai 2016

NEVER WITHOUT RUNNING SOCKS

Exciting experiment with clear results

By In Sport

Die heutige Überschrift erscheint auf den ersten Blick kurios. Lest ihr den Beitrag zu Ende, lüftet sich das Geheimnis. Neulich kam ich in den Räumlichkeiten von ASICS Schweiz in den Genuss, spannendes darüber zu erfahren, warum man zum teuren Laufschuh auch die passenden Laufsocken tragen sollte.

Unsere Füsse – absolut sensible und erogene Körperteile

Ehrlich gesagt habe ich mir in der Vergangenheit selten ernsthaft Gedanken über meine Füsse gemacht. Ich laufe damit Tag für Tag durchs Leben, sie tragen mich durch Trainings, Wettkämpfe und sind mir stets treu ergeben. Aber auf die Idee, dass mit den Füssen erst alles anfängt, wäre ich nie gekommen!

Unsere Füsse übernehmen enorm wichtige Aufgaben. Sie sind verantwortlich dafür, dass wir Menschen uns überhaupt im aufrechten Gang fortbewegen können. Die Füsse tragen uns mit allen Knochen, Muskeln, Organen, Fettpolstern, Lymphgefässen und dem gesamten Nervensystem. Das gesamte Gewicht eines Menschen lastet auf seinen Füssen – umso erstaunlicher ist, was diese zwei kleinen Extremitäten leisten.

Die Füsse stellen sich automatisch und blitzschnell auf jede noch so kleine Bewegungs- und Gewichtsverlagerung ein. Wir haben dadurch stets das gute Gefühl im Gleichgewicht zu sein.

Macht einmal zu zweit ein kleines Experiment. Stellt euch einander gegenüber und gebt gegenseitig aber nacheinander Bewegungsimpulse ab. Ihr werdet merken, dass eure Füsse nach kurzer Zeit auf die Impulse eingestellt sind und so zu sagen reagieren, ehe überhaupt ein gegnerischer Kontakt stattgefunden hat.

Permanent senden unsere Füsse Informationen zu Temperatur und Empfindungen durch unser Nervensystem ans Gehirn. Die Füsse fühlen sich warm oder kalt an, schwitzen vielleicht oder schmerzen von einer Blase.

Die Füsse sind also ein enorm wichtiges Körperteil und gerade Läufer & Triathleten sollten ihre Füsse mit Liebe und Achtsamkeit behandeln. Mehr dazu habe ich hier bereits für euch festgehalten.

Schon mit relativ wenig Aufwand können wir unsere Füsse entspannen und ihnen etwas Gutes tun. Mit der richtigen Laufsocke und passendem Schuhwerk im Sport leisten wir die nötige Unterstützung.

Entscheidend beim Laufen ist nämlich nicht nur der Schuh, sondern auch die Schicht dazwischen – die Laufsocke also.

Wenn du das nächste Mal im Fachgeschäft deines Vertrauens stehst um dir ein neues Paar Laufschuhe zu kaufen, frag den Fachhändler mal nach passenden Laufsocken. Ich staunte neulich nicht schlecht, als mir Stefan Heiniger, der Geschäftsführer von ASICS Schweiz erklärte, welche Rolle das Zwischengewebe im Training und Wettkampf spielt.

Laufsocken sind in der Regel dünner als Alltagssocken. Sie haben ein anatomisches Fußbett und unterscheiden zwischen rechts und links. So wird die Passform verbessert und der Komfort gesteigert. Der Fuß darf nicht in der ­Socke rutschen und soll zugleich geschützt werden. Ein weiteres Plus ist der zügige Abtransport von Feuchtigkeit aus der Laufsocke, bzw. das Abhalten von Feuchtigkeit.

Das nachfolgende Experiment* mit Stefan hat mich im wahrsten Sinne des Wortes von den Socken gehauen – nie hätte ich für möglich gehalten, dass meine Füsse so vielen Empfindungen ausgesetzt sind.

*Video nachgestellt

Probiert es aus, es ist erstaunlich. Der Laufstrumpf absorbiert im Gegensatz zum normalen Alltagsstrumpf deutlich mehr Feuchtigkeit und saugt sich nicht so schnell mit Wasser voll.

Zieht man seinen Fuss danach aus dem Wasser und stellt ihn ab, fühlt man eine ganz kurze Zeit, wie der Fuss kalt wird. Ein unangenehmes Gefühl, das aber nicht lange anhält. Unsere Sensoren melden „Achtung kalt“ und unser Körper macht sich sofort daran, den nassen Fuss stärker zu durchbluten, was zur Folge hat, dass zwischen dem rechten und linken Fuss ziemlich schnell ein Temperaturausgleich erfolgt.

Mich hat dieses Experiment sehr beeindruckt und ich kann es zum Nachmachen nur empfehlen.

 

 

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