31. März 2016

{SMALL-SERIES} TRIATHLON GEAR

Wetsuits - Part one

By In Sport

Der Frühling kommt mit grossen Schritten näher. Zeit, dass wir uns mit der kommenden Triathlonsaison beschäftigen. In einer Mini-Serie möchte ich euch in der nächsten Zeit mit Tipps und Tricks rund um das Thema Materialanschaffung zur Seite stehen. Heute geht es um die zweite Haut des Schwimmers oder anders gesagt um den Neopren. 

Wetsuits - Bild über Google

Das Tragen eines Neoprenanzugs kann einem im Wettkampf schon einige Vorteile bringen. Einerseits verbessert sich die Wasserlage, es kann mitunter Energie gespart werden und der Körper wird bei kalten Wassertemperaturen warm gehalten.

Nichts desto trotz ist die Investition in einen Neoprenanzug ein Punkt der gut durchdacht angegangen werden sollte. Wer sich derzeit mit dem Kauf eines Swimwetsuits beschäftigt, merkt sehr schnell, dass das Angebot inzwischen riesig ist.

Der Markt ist unübersichtlich und Fehlkäufe sind schnell getätigt. Damit das nicht passiert findet ihr hier die wichtigsten Facts zum Neo-Kauf.

Basiswissen Neopren – 10 Facts

  1. Neopren ist eigentlich der Handelsname des Produkts*
  2. Ein Neopren besteht aussen aus synthetischem Kautschuk
  3. Nur sehr wenige Firmen produzieren Neopren, eine davon ist die Firma Yamamoto
  4. Die Qualität des Kautschuks wird bei Yamamoto mit Nummern versehen, je höher die Zahl, desto besser das Grundmaterial
  5. In den Kautschuk eingearbeitete Glasbläschen sorgen für einen besseren Auftrieb, mehr Flexibilität und schlussendlich mehr Isolationswirkung
  6. Eine extra Überzugsschicht (Super Composite Skin kurz S.C.S. oder Titanium) verhelfen dem Anzug unter anderem zu mehr Widerstandsfähigkeit, Flexibilität und geringerem Wiederstand
  7. Das Innenmaterial eines Neoprens besteht in der Regel aus Polyamid, besser bekannt als Nylon
  8. Dünnere Schichten an bestimmten Stellen erreicht man durch den Einsatz von sogenannten Panels
  9. Der Sitz des Neoprens am Körper ist von entscheidender Bedeutung
  10. Probieren geht über studieren

Gerade Punkt 10 scheint mir sehr wichtig zu sein. Natürlich, kann man sich, wie ich es damals gemacht habe, direkt im Laden für ein Modell entscheiden. Klug war das damals nicht. Mein erster Neopren sieht zwar toll aus, hat aber einige Mankos. Er sitzt nicht richtig, was Wassereinbrüche zur Folge hat. Das Material fühlt sich manchmal etwas starr an, besonders zu Anfang der Saison, wenn ich mich erst wieder damit vertraut machen muss, im Neo zu schwimmen, ausserdem ist er weniger flexibel als mein neuer Wetsuit. Mittlerweile mache ich es so, dass ich den alten Neo zu Trainingszwecken verwende und den neuen im Wettkampf einsetze.

Der perfekte Neopren sollte möglichst

  • nicht scheuern
  • am Körper liegen wie eine zweite Haut
  • zeitnah an- und vor allem auszuziehen sein
  • kein Wasser einlassen

Nichts ist schmerzhafter als ein Hautfetzen der bei jedem Armzug eingeklemmt und somit aufgescheuert wird. Im süssen Seewasser mag das noch gehen, im salzigen Meerwasser, können wunde Stellen ganz schön schmerzhaft werden. Wassereinbrüche im Neopren sind genau so unangenehm. Kommt man aus dem Wasser, laufen einem flutwellenartige Bäche die Beine runter (das sieht dann in der Regel aus, als würde man sich gerade in die Hose machen) und während der Schwimmzeit füllen sich die Zwischenräume unangenehm mit Wasser. Dies kann zu weniger Auftrieb und Tempoverlust führen.

Das An- und Ausziehen ist immer so eine Sache. Kommt man zu schnell in den Neo, ist er bestimmt zu gross. Schafft man es nur unter Mithilfe hereinzukommen, könnte er zu klein sein. Wie aber genau muss denn nun der perfekte Neopren am Körper sitzen? Das und mehr lest ihr im zweiten Teil der {MINI-SERIE} TRIATHLON-AUSRÜSTUNG demnächst hier auf meinem Blog.

* Richtigerweise möchte ich festhalten, dass das Wort Neopren ursprünglich der Handelsname des Produkts war, welches die Firma Du Pont bei der Markteinführung vergeben hat. Über die Jahre wurde der Begriff aber zur allgemein gültigen Bezeichnung.

Übrigens, Neoprenanzüge sind im Triathlon nicht grundsätzlich an jedem Wettkampf zulässig. Laut Wettkampfreglement von Swiss Triathlon gelten folgende Regeln:

  1. Nur der OSR/TD ist berechtigt, das Tragen des Neoprenanzuges den Athleten vorzuschreiben, zu erlauben oder zu verbieten.
  2. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wird über das Tragen des Neoprenanzuges nach den folgenden Richtwerten entschieden:

Schwimmdistanz

Verboten über

Obligatorisch unter

Höchstzeit im Wasser

750 m

22° C

14° C

30 min

1500 m

22° C

14° C

1h 10min

3000 m

23° C

16° C

1h 40min

4000 m

24° C

16° C

2h 15mi

Gemäss Reglement sollte die Dicke des Neos nicht mehr als 5 mm für den Brustbereich und 3 mm für den Armbereich betragen. Grundsätzlich sind Neoprenanzüge mit einer Dicke von über 5mm im Wettkampf verboten.

Wer es ganz genau wissen will, kann das Reglement im Detail hier nachlesen.

1 Comment
  1. […] Ich hoffe, ihr seit immer noch interessiert und lest fleissig meinen dritten Teil. Zur Erinnerung, Teil I und Teil II könnt ihr durch Klick auf die Links […]

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